Legefilme im Unterricht

Was sind Legefilme überhaupt?

Legefilme sind Filme, in denen nur Zeichnungen zu sehen sind und eine Stimme zu hören ist. Gestalterisch basieren Legefilme auf der Vogelperspektive. Das heißt, dass von oben auf einem weißen oder anderen Hintergrund gefilmt wird.
In einem Legefilm werden Elemente/eigene Zeichnungen aus Papier rein- und rausgeschoben oder gelegt. Dabei wird der zu vermittelnde Inhalt auf kreativeweise visualisiert und erklärt. Daraus resultierend stammt auch der Begriff der Legetechnik.
Hier habe ich ein Beispiel aus meinem Unterricht für dich! Meine Schüler:innen haben zum Thema Social Bots einen Legefilm gedreht!

Legefilm zum Thema Social Bots.

Warum du unbedingt Legefilme in deinem Unterricht einsetzen solltest!

Mit der Methode der Legefilme förderst du schülerzentriertes und kompetenzorientiertes Unterrichten! Ganz besonders fördert diese Methode die “learning and Innovation skills” des 21.Jahrunderts:

  • Kommunikation
  • Kollobaration
  • kritisches Denken
  • Kreativität

Diese Kompetenzen sind unfassbar wichtig und gleichzeitig findet bei Legefilmen echte Gruppenarbeit statt. Das heißt, dass deine Schüler:innen nur gemeinsam im Team ein tolles Ergebnis erzielen. Sie müssen gemeinsam planen, ein Skript schreiben, Inhalte visualisieren und die Aufgaben bei der Aufnahme verteilen.

Deine Lernenden müssen neues Denken können und ihr eigenes Denken teilen können, indem sie ihre Vorstellungen von Inhalten und Visualisierungen aussprechen, besprechen und in der Gruppe abwägen.

Legefilme fördert auch digitales Arbeiten

Neben den “learning and innovation skills” lernen deine Schüler:innen auch gaaaaanz ganz viel in Sachen Medienkompetenz und du kannst digital unterrichten und brauchst dafür nicht einmal WLAN.

Deine Schüler:innen brauchen nur ein mobiles Endgerät, womit Videos aufgenommen werden können. Deine Lernenden lernen, Videos aufzunehmen, vielleicht zu schneiden oder auch ein Voiceover (Sprachaufzeichnung) aufzunehmen sowie digitale Speicherformate (mov oder mp4).

Einsatzmöglichkeiten

Ich liebe das Format der Legefilme und setze sie gerne im Unterricht ein. Sie ermöglichen, dass Inhalte auf eine neue und kreative Weise erschlossen, erstellt und bearbeitet werden und deine Lernenden kommen richtig ans Arbeiten! Hier habe ich weitere Ideen gesammelt, wo Legefilme zum Einsatz kommen könnten:

  • politische Themen erklären
  • Romane oder einzelne Kapitel zusammenfassen
  • mathematische Formeln erklären
  • biologische Phänomene
  • chemische oder physikalische Vorgänge
  • Kurzgeschichten interpretieren und erklären
  • Weltreligionen
  • und so viel mehr..

Vorgehen im Unterricht

Wenn du ich Legefilme einsetzen willst, erkläre ich dir hier, wie du mit deinen Schüler:innen Vorgehen kannst! So setze ich das im Unterricht um:

  1. Thema wählen oder vergeben
  2. Deine Schüler:innen müssen sich eigenständig einarbeiten und die wichtigsten Infos herausfiltern
  3. Lernende erstellen Storyboard – Skript schreiben
  4. Bildgestaltung/Bildauswahl
  5. Filmablauf planen (Wer spricht, wer filmt, wer schiebt die Bilder rein und raus etc.)
  6. Filmen

Bei Punkt 4 kannst du verschiedene Möglichkeiten bieten. Ich mache es immer so, dass meine Schüler:innen selber entscheiden, ob sie analog mit Stift und Papier oder digital auf dem iPad zeichnen. Ich habe das Glück, dass meine Schule iPads hat und ich sie oft im Unterricht einsetzen kann :). Wenn sie digital zeichnen, schicken sie mir ihre Bilder per Mail und ich drucke sie aus.

Es ist ist natürlich auch möglich, dass deine Schüler:innen nicht selber zeichnen, sondern sie sich Elemente aus dem Internet suchen. Das ist auch eine gute Möglichkeit, wenn du nicht so viel Zeit hast, so dass deine Schüler:innen selber zeichnen können. Hier habe ich im Zuge meiner Vorbereitung eine tolle Seite mit Symbolen gefunden: https://iconmonstr.com

Wie viel Zeit musst du einplanen?

Die Frage ist nicht ganz unwichtig für die eigene Planung und für kreatives Arbeiten braucht es immer etwas mehr Zeit. DAS ist so und dabei lernen die Schüler:innen oft auch am Allermeisten. Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich dir sagen, dass es circa 6 Unterrichtsstunden sind.

In den ersten beiden Stunden wird zunächst das Thema vergeben und du erläuterst kurz das Thema. Da fangen die SuS an, das Thema zu bearbeiten und das Skript zu erstellen. Da gehen Gruppen manchmal unterschiedlich vor. Einige notieren sich nur Stichpunkte und reden dann später frei. Andere schreiben sich die Texte exakt auf. Einige Gruppe schreiben parallel das Skript und einige Mitglieder visualisieren gleichzeitig schon mal wichtige Inhalte. Insgesamt kannst du also 5 Stunden für Skript und Visualisierung rechnen und eine Stunde für das Filmen.

Wie wird gefilmt?

Dafür brauchst du nicht viel und es ist NICHT aufwendig. Du legst das Handy oder iPad mit der Kamera über die Tischkante und gehst dann in den Videomodus. Dort hast du einen großen Weitwinkel und kannst anfangen zu filmen. Manche Schüler:innen bauen sich komplexe Gestellte aus Stühlen und auch das ist in Ordnung :D.

Arbeitsblatt “Anleitung für einen Legefilm”

Du kannst dir hier mein Arbeitsblatt herunterladen und in deinem Unterricht einsetzen!

Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Einsatz im Unterricht!

Isabell

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